Montag, 14. Mai 2018

Nordwaldkammweg Etappe 3: Von Haslach an der Mühl nach Bad Leonfelden

"Nordwaldkammweg Etappe 3: Von Haslach an der Mühl nach Bad Leonfelden"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

01.05.2018

Anreise:

Haslach ist von Linz aus in einer guten Stunde öffentlich erreichbar.

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 27 km / rund 7:00 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

Ganzjährig


Route: 







Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Im September haben wir die letzte Etappe gemacht. Dann kam der Alltag dazwischen, und so hat es bis jetzt gedauert, ein weiteres Stück des Weges in Angriff zu nehmen. Mittlerweile habe ich mich auch schlau gemacht, wie denn das Wanderabzeichen für den Nordwaldkammweg zu erwerben sei. Der Alpenverein Freistadt hat da sehr strikte Vorgaben mit Selfies an den Kontrollstellen, "beglaubigten" Unterschriften etc. Wir haben beschlossen, aufgrund dieser merkwürdigen Vorschriften auf ein Wanderabzeichen zu verzichten. Irgendwie beschleicht einen das Gefühl, der AV Freistadt traut den Weitwanderern nicht so ganz und befürchtet Betrug. Dabei soll doch der Weg das Ziel sein ! Was bringt es denn, wenn ich fake und mir ein Wanderabzeichen "erschleiche" ? Wie auch immer, wir werden den Weg zu Ende gehen, aber halt ohne offizielle Bestätigung.
0m

Der Haslacher Kirch - Burg - Turm



Wir hatten ja auch vor, uns Haslach genauer anzuschauen. Aber die Zeit .... Immerhin wollen wir die Kirche besichtigen, eine der bedeutendsten spätgotischen Kirchen im Oberen Mühlviertel, aber zu unserem Pech ist sie versperrt. Wir spazieren also zur B38 hinunter. Leider gibt es keinen Gehsteig und sehr viel Verkehr. Besser, man durchwandert die Ortschaft in die andere Richtung und erspart sich die große Straße. Aber schon bald haben wir den Ort verlassen. Ab jetzt wird es stetig sanft bergauf gehen bis zum Sternstein. Die Route ist wirklich schön angelegt, bis Guglwald gibt es praktisch keinen Asphalt, nur Wald- und Wiesenwege. Immer wieder tun sich herrliche Blicke in die Voralpen und Richtung Dreisesselberg auf, das Obere Mühlviertel liegt uns zu Füßen mit blühenden Bäumen und gelb getupften Löwenzahnwiesen. Bei Innenschlag treffen wir den "Grenzsteig", der von St.Stefan am Walde aus ins tschechische Grenzland führt. Wir bleiben aber auf der österreichischen Seite der Grenze und erreichen bald die Helfenberger Hütte. Nicht ganz zwei Stunden haben wir bis hierher gebraucht, wir freuen uns schon auf eine zünftige Einkehr - aber ich bin schlecht vorbereitet, habe einfach angenommen, dass eine Berghütte Anfang Mai geöffnet ist. Denkste - Selbstversorger ! Zum Glück haben wir eine Jause mit, kalte Getränke gibt's im Brunnen bei der Hütte. 7,5km


Blick auf Haslach

Ganz zart sind im Hintergrund die Berge zu erahnen

Und hier kommen wir her





Die Helfenberger Hütte




Bei der Helfenberger Hütte befinden wir uns im Revier der Single- und Romantik-Hotels, der "Traumarena". Es gibt jede Menge Rundwanderwege für die urlaubenden Damen und Herren, und hier im Umkreis treffen wir auch einige Spaziergänger. Aber bald durchwandern wir den Hinterwald bei Afiesl wieder ganz allein. Afiesl soll seinen Namen übrigens von einem Invaliden haben, der in diesem Hinterwald lebte und nur einen Fuß hatte - "a Füßl". Kurz vor Guglwald treffen wir auf die an der Grenze entlangführende Straße, offenbar ein Eldorado für motorisierte Ausflügler aller Art, besonders aber Motorräder. Hier geht es ziemlich zu, das Wandern entlang der Straße ist unangenehm, aber zum Glück nicht weit. Wir überqueren die Steinerne Mühl, die auf tschechischer Seite entspringt und Richtung Haslach plätschert. In Guglwald haben wir die Hälfte des Nordwaldkammweges geschafft ! Es gibt sogar einen Gedenkstein für alle Weitwanderer. Wir freuen uns und kehren erst einmal im Hotel Guglwald ein. 13,0km




Das verspricht reiche Ernte !



Vor Guglwald







Gleich neben dem Grenzübergang finden wir ein Mahnmal, das an den Eisernen Vorhang erinnert. Ich habe ganz vergessen, wie das war damals: Stacheldraht, Wachtürme, Scheinwerfer, die endlosen Grenzkontrollen, die in meiner Erinnerung in orange-gelbes Licht getaucht sind. Unser Kind hat zum Glück keine Vorstellung mehr davon. Weiter geht es, immer in Sichtweite der Grenze. Bald kommen wir zu einer Forststraße, die uns mitten in den Windpark Sternwald führt. Riesige Windräder, eines nach dem anderen, drehen sich hier, zunächst schweigend, dann aber immer lauter. Windräder wie diese und noch höhere sind wohl die Zukunft, wenn wir Elektroautos fahren wollen. Auf uns wirken sie unheimlich, die Geräusche sind unangenehm. Wir sind richtig froh, aus diesem Windpark wieder rauszukommen. Vorbei am Roten Marterl und dem Hölzernen Herrgott geht es auf endlosen Forststraßen durch den Sternwald, seit 1640 im Besitz der Familie Starhemberg, immer weiter bergauf. Vor uns ist schon der Sternstein in Sicht. Ein letzter, steilerer Anstieg zum Gipfel auf 1.122 m, dann müssen unsere müden Beine noch die Aussichtswarte erklimmen. An schönen Tagen sieht man hier bis zum Schneeberg, wir sehen "nur" den Moldaustausee. Vorbei an der Bergstation des Sessellifts, den wir vom Schifahren gut kennen, laufen wir hinunter zur Waldschenke und gönnen uns noch ein Glas selbstgemachten Brennessel- und Lavendelsaft. Dann bringt uns der lokale Wanderweg 15 zum Liftparkplatz beim Sternsteinhof. Eine schöne Wanderung geht zu Ende. 27,0km


Guglwald

Der Eiserne Vorhang


Marterl am Weg ins Böhmische





Das Rote Marterl mit einem sehr sympathischen Hubertus


Sternstein in Sicht!


Der Hölzerne Herrgott





Blick zurück zum Windpark










Interessantes entlang des Weges

Mahnmal Eiserner Vorhang, Windpark Sternwald










Sonstiges

Wieder bewegen wir uns in der sanften Hügellandschaft des Mühlviertels und legen dabei einiges an Höhenmetern zurück. Die Wegführung ist vor allem im ersten Teil der Etappe sehr schön. Ob wir zu Fuß weitermachen sollen ? Oder doch mit dem Fahrrad ? Die Karte zeigt in nächster Zeit recht viel Asphalt....


Links: 

Gemeinde Haslach an der Mühl
Helfenberger Hütte
Hotel Guglwald
Mahnmal Eiserner Vorhang
Aussichtswarte Sternstein
Waldschenke am Sternstein
Gemeinde Bad Leonfelden
Nordwaldkammweg

 

Mittwoch, 2. Mai 2018

Geocaching mit dem Fahrrad - Zwischen Tautendorf und Stiefern

"Geocaching mit dem Fahrrad - Zwischen Tautendorf und Stiefern"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

21.04.2018

Anreise:

Radtransport heißt zumindest im Waldviertel immer Anreise per Auto. Wer die Runde in Stiefern startet, kann mit der Kamptalbahn anreisen.

Streckenlänge / reine Fahrzeit ohne Pausen: 

rund 20 km / etwa 6:00 - 7:00 Stunden mit Geocachen; wegen der Tourdauer werten wir die Runde als mittelschwer

Beste Zeit für die Tour: 

Weder Geocachen noch Radfahren machen im Winter großen Spaß. Außerdem gibt es hier oberhalb des Kamptals in der Saison jede Menge Heurigenlokale.


Route: 

Quelle: ape@map desktop (c) Onyx Technologie OG 2015







Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Ein sehr sehr fleißiger Owner hat rund um Tautendorf eine Unzahl an Geocaches versteckt. Unsere heutige Runde zwischen Tautendorf und Stiefern sollte uns zwischen 50 und 60 Dosen liefern, die alle mit dem Rad zu erreichen sein sollen.
0m



Wir starten beim Feuerwehrhaus in Tautendorf, hier kann man gut parken. Von jetzt an heißt es rauf aufs Rad, 200 Meter geradelt, runter vom Rad, Dose suchen, loggen, rauf aufs Rad .... Das kostet erstens Zeit und ist zweitens anstrengender, als man glauben möchte. Noch sind wir guter Dinge. Ums Eck, in einem kleinen, verwegen aussehenden Gasthaus gibt's ein Eis, schnell gestärkt und los. Bis zum Zigeunerkreuz radeln wir entlang der Straße nach Plank und biegen dann in einen Güterweg ein, der bald zu einem Feldweg wird. Weit erstrecken sich die Felder. Dank des warmen Wetters blüht alles auf einmal, der Wald ist durchsetzt mit weißen Kirschbaumwolken. Sanft geht es bergab, bis in ein kleines Tal. Hier wartet eine ziemliche Herausforderung. Im Listing heißt es, man könne die gesamte Strecke radeln, nur ein kleines Stück müsse man das Rad querfeldein schieben. Da steht aber nichts davon, dass man sein Rad steil bergauf durch weglosen Wald und Brennesselfelder schieben muss ! Anstrengend !!! Ich bin schon kurz davor, alles hinzuschmeißen. So hab ich mir das nicht vorgestellt. Aber bei einem Hochstand treffen wir einen Wiesenweg, der uns zur Straße zurückbringt. Jetzt geht es auf Asphalt bergab durch Oberplank. Die Route führt wieder hinauf, zu einem Aussichtsplatz hoch über dem Kamptal und folgt dann dem Trude-Marzik-Weg, einem schmalen Steig entlang der Abhänge über dem Flusstal. Radtechnisch ist das schon etwas herausfordernd. Kurz nach Thürneustift beginnen die ersten Weinberge. Wir blicken weit hinaus Richtung Zöbing und den Heiligenstein, unter uns das Kamptal. Durch die Kellergasse rollen wir nach Stiefern hinein. Stärkung beim Heurigen ist angesagt: Köstliche Brote und Traubensaft ! Bis hierher haben wir schon vier Stunden gebraucht, aber auch schon 29 Dosen gefunden.
11,0km

Das Zigeunerkreuz







Am Trude-Marzik-Weg

Blick ins Kamptal


Thürneustift



Stiefern






Frisch gestärkt geht es weiter. Ab jetzt folgen wir einer Mountainbikestrecke, dem "Bachlweg", der uns nach Tautendorf zurückbringen wird. Sanft steigt das Tal des Stiefernbaches zur Hochfläche hin an, man merkt die Steigung beim Radeln kaum. Hier gibt es keinen Asphalt mehr, nur Sandwege, optimal zum Radeln. Langsam sinkt die Sonne, am Bach ist es angenehm kühl, dafür werden die Gelsen langsam lästig. Wir hanteln uns von Dose zu Dose und erfreuen uns an der Landschaft. Der Stiefernbach bildet die westliche Grenze des Naturparks Kamptal - Schönberg, in dem wir schon die ganze Zeit unterwegs sind. Jetzt, zum Ende unserer Runde, beginnt der schönste Teil des Weges: neun Mal durchquert der Radweg auf unbefestigten Furten den Bach. Und das ist gar nicht ohne! Im trüben Wasser und im schrägen Sonnenlicht ist der Grund nicht erkennbar. Immer wieder holpern wir über rutschige Steine. Wer schafft es mit trockenen Füßen durch den Bach ? Coole Sache !!! Spät ist es geworden, die Sonne geht unter. Die letzten Dosen lassen wir aus. Mehr als 20 sind es auch auf dem Rückweg geworden, unser persönlicher Rekord. Die letzten Meter radeln wir auf der Straße in den Ort. Praktischerweise hat der Mostheurige geöffnet, wir gönnen uns ein Glas Most und eine Winzerjause und freuen uns. Wir kommen sicher wieder ! 20,0km




Die erste Furt



Geschafft !




Interessantes entlang des Weges

Die Runde ist als Geocaching-Runde angelegt. Als Radrunde ist sie sehr kurz. Hier fährt man wohl besser, wenn man die gesamte "Bachlweg"-Tour ab Gars am Kamp macht. Jedenfalls ist die Strecke von Stiefern nach Tautendorf sehr zu empfehlen.

Adressen und Informationen: 

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:


Sonstiges

Der Naturpark Kamptal-Schönberg ist mit 25 km² ist der zweitgrößte Naturpark Niederösterreichs. Naturparke sollen besonders charakteristische Landschaften schützen, die durch menschliche Bearbeitung über die Jahrhunderte entstanden. In Österreich gibt es 48 solche Naturparks. Im Naturpark Kamptal-Schönberg stehen die Flusslandschaft des Kamp, die Hänge des Manhartsberges und die Weingärten des Kamptals im Mittelpunkt.

Links: 

Naturpark Kamptal-Schönberg
Stiefern mit Heurigenkalender
Mostheuriger Tautendorf
Geocachen