Mittwoch, 17. Januar 2018

Rund um Langschlag - Teil 1: Der Schwarzenbergweg Nr. 53

"Rund um Langschlag - Teil 1: Der Schwarzenbergweg Nr. 53"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

06.01.2018

Anreise:

per Bus von Zwettl und Linz erreichbar

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 9 km / rund 2:15 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

Zu jeder Jahreszeit machbar. Wenn viel Schnee liegt, ist der Anstieg auf den Dorfmüllerberg anstrengend. Mit kleinen Kindern sollte man ein bisschen aufpassen, die Felskanzel ist ungesichert. Der Weg ist nicht besonders gut markiert.

Route: 

Quelle: ape@map desktop (c) Onyx Technologie OG 2015











Beschreibung Streckenstück
Entfernung
Einiges bin ich diesen Winter gegangen, aber kaum Wege, die es wert sind, beschrieben zu werden. Diese Runde um Langschlag war aber recht schön, also möchte ich sie vorstellen. 0m
Die Langschläger Wanderwege starten am Hauptplatz. Ich parke mein Auto aber am Ortsende, wo der Steinwanderweg, den wir ja auch schon kennen, auf einer schönen Sandstraße den Ort verlässt. Viele Leute nutzen den milden Tag und spazieren in Ortsnähe herum. Bald stößt auch der Weitwanderweg 08 zu uns, dem ich folge. Bei einem Steinmarterl quere ich die Straße, wandere auf der anderen Seite über Wiesen und zwischen Bicherln zu den Schienen des Bummelzugs. Am höchsten Punkt erblicke ich unter mir Mitterschlag, dahinter den Dorfmüllerberg. 3,4 km


Am Bergbühel






Blick zum Dorfmüllerberg



Mitterschlag liegt an der B 38. Die Straße hat den Ort völlig zerstört. Eigentlich war Mitterschlag ein locker besiedeltes Dörfchen entlang der Zwettl. Das letzte Gasthaus hat vor einigen Jahren zugesperrt. Die Zwettl ist hier noch jung. Sie entspringt ein Stück weiter westlich an den Hängen des Binderbergs. Ich überquere die Straße und folge nun den Wegweisern Richtung "Höhlwenze". Vor dem ersten Haus steigt der Weg an und führt teilweise recht steil hinauf auf den Dorfmüllerberg. Seit 1994 steht hier oben ein Gipfelkreuz, und das zurecht. Die Aussicht von dieser unauffälligen Felskanzel ist wirklich prachtvoll und überrascht mich aufs Angenehmste. Weit schweift der Blick ins Land hinein, eine Bank lädt zur Rast, ein Gipfelbuch zeugt von regem Besuch. Ein lokaler Holzschnitzer hat hier auch einige Figuren aufgestellt. Ein wirklich lohnender "Gipfel", dieser Dorfmüllerberg oder "Höhlwenze". Woher der Name stammt, konnte ich leider nicht herausfinden. Am Gipfelkreuz steht übrigens "Schwarzenberg", 947 Meter. Der befindet sich allerdings ein Stückchen weiter südlich.

4,9km

Mitterschlag mit dem Dorfmüllerberg





Der Wächter auf der Höhlwenze

Am Gipfel





Weit weniger steil wandere ich hinunter zur Kreuzung mit dem Wanderweg Nr. 51. An den schattigen Hängen liegt Schnee. Vorbei am Bisonheurigen geht es bergab Richtung Langschlag. Wer Glück hat, kann die Bisons auf der Weide beobachten und beim Heurigen auch gleich verkosten. Die Markierung hat sich hier geändert. Vor dem Bisongehege hält man sich links. Bei einem Marterl führt der Wanderweg an einem Bächlein entlang nach Langschlag hinein. Auch hier könnte man einkehren, bevor der Güterweg Schmerbach zurück auf den Bergbühel und zum Auto führt. Kaum mag man glauben, dass wir uns im tiefsten Winter befinden. 9,0km



Beim Bisonheurigen



Langschlag







Interessantes entlang des Weges: 

Die "Höhlwenze" ist ein ausgesprochen schöner Aussichtsplatz. Unbedingt anschauen!

Adressen und Informationen: 

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:


Sonstiges

Die Wanderung verläuft fast ausschließlich auf Sandstraßen und Wegen. Sollte der Bisonheurige geöffnet haben, kann man unterwegs natürlich einkehren.

Im zweiten Teil der Runde werde ich mir den Ort Langschlag genauer anschauen. Immerhin befand sich im Schloß einmal eine Opiumfabrik .....


Links: 

Gemeinde Langschlag
Bisonranch




 

Sonntag, 5. November 2017

Von Lackenhof auf den Ötscher

"Von Lackenhof auf den Ötscher"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

26.10.2017

Anreise:

Lackenhof ist mit diversen Buslinien erreichbar.

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 15 km / rund 5:00 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

Nur bei schönem Wetter ohne Schneelage zu empfehlen. Immerhin sind 1.000 Höhenmeter im Anstieg zu bewältigen und das Gelände ist alpin.


Route: 


Quelle: ape@map desktop (c) Onyx Technologie OG 2015





Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Eigentlich wäre dies die nächste Etappe unserer Reise auf dem Nord-Süd-Weitwanderweg 05. Über den Ötscher wollten wir nach Mariazell, aber freie Wochenenden sind rar bei uns. Und ohne unsere Freunde wollten wir dann nicht noch eine Etappe dranhängen. Also haben wir beschlossen, einfach nur den Ötscher zu besteigen, quasi als Schlußpunkt der heurigen Saison. Und das sogar am Nationalfeiertag !!
0m



Von Lackenhof aus folgen wir dem lokalen Weg 5 Richtung Weitental, teilweise parallel zum Sagenweg. Durch feuchten Herbstwald wandern wir oberhalb der Ortschaft zu den Liften auf den Hüttenkogel. Hier beginnt der Weg zu steigen und bringt uns teils auf der Piste, teils auf Steigen hinauf zum Riffelboden und dann zum Riffelsattel. Kurz vor dem Riffelsattel merken wir, wie steil die Pisten eigentlich sind. Im Winter saust man elegant hinunter, im Sommer schnauft man hinauf. Viele Wanderer sind mit uns gemeinsam unterwegs. Schön tut sich der Blick zum Kleinen Ötscher auf, langsam hebt sich auch der Nebel oben am Berg. Am Riffelsattel eröffnet sich dann ein wunderschöner Ausblick auf unsere nächste NSWW-Etappe: entlang des Höhenzuges nach Süden zur Gemeindealpe.
3,5km








Riffelsattel mit der Gemeindealpe im Hintergrund




Vom Sattel aus geht es noch ein Stück die Piste entlang, eigentlich einen Schiweg, eher langweilig. Bald ist das Ötscherschutzhaus in Sicht. Der Hüttenwirt steht zwar vor der Tür, aber für müde und hungrige Wanderer ist leider geschlossen. Wir hatten zwar sowieso vor, am Gipfel zu jausnen, aber im Internet steht, dass heute eigentlich geöffnet sein sollte. Naja... Die Gegend rund um das Ötscherschutzhaus wurde quasi touristisch erschlossen. Ein bequemer Pfad bringt uns auf den Spuren des Clusius zum Hüttenkogel. Bald erreichen wir den Kamm. Ein eiserner Baum mit einem kleinen eisernen Vögelchen trotzt hier Wind und Wetter. Vor allem dem Wind ! Uns wirft es fast um. Ganz plötzlich bläst hier am Grat der Sturm. Wir überlegen ernsthaft, wieder umzukehren, aus Sorge, der Sturm könnte unser Kind über das Weiße Mäuerl blasen. Aber dann gehen wir doch weiter. Die Entgegenkommenden machen uns Mut: oben am Gipfel sei es gar nicht so schlimm. Also los, erst durch Latschen, dann über die herbstlich braunen Weiden der Hochfläche. Der Weg ist manchmal steil, aber vor allem steinig und rutschig. Zahllose Wanderschuhe haben die Steine abgeschmiert, dazu kommt die vom letzten Schnee noch nasse Erde. Dafür wird der Ausblick mit jedem Höhenmeter prächtiger. Bald zeigt sich auch das Gipfelkreuz. Hier oben geht wirklich weniger Wind. Wir machen es uns an den Abhängen Richtung Taubenstein gemütlich.
7,0km

Blick zum Kleinen Ötscher

Ötscherschutzhaus



Der eiserne Baum am Grat




Weit unten liegt Lackenhof






Vom Ötschergipfel schaut man weit hinaus



Das Panorama vom Gipfel ist herrlich, der Blick reicht von den Wiener Hausbergen über Hochschwab, Gesäuse .... Verständlich, dass dieser majestätische Berg den slawischen Siedlern des 9. Jahrhunderts als "Vaterberg" gegolten hat. "Othza" oder "ocan" nannten sie ihn, das Väterchen. Angeblich sollen ja bereits die Kelten den Ötscher verehrt haben. Die offizielle Erstbesteigung erfolgte übrigens 1574 durch einen gewissen Clusius, Hofbotaniker von Maximilian II., der sich einen Namen durch die Erforschung der alpinen Flora machte, aber auch durch die Propagierung von Tulpen, Erdäpfeln und Roßkastanien in Österreich. Der Abstieg verläuft bis zum Riffelboden auf demselben Weg. Weil wir nicht mehr die Schipiste hinunterlaufen wollen (fad!), folgen wir dem lokalen Weg 4 an den Abhängen von Kleinem Ötscher und Eibenboden gemütlich hinunter. Von oben erschien uns der Kleine Ötscher winzig, geradezu lächerlich, aber jetzt ragt er wieder über uns auf. Auf Forststraßen und Güterwegen geht es sanft bergab. Die Nachmittagssonne beleuchtet den Gipfel, wir freuen uns, dass wir ihn heuer noch bestiegen haben und planen die nächste Saison.
15,0km






Den konnten wir auch noch sehen












Adressen und Informationen: 

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:

Sonstiges 




Links: 

Lackenhof und Ötscher Bergbahnen
Clusius