Dienstag, 18. Februar 2020

Der Langenloiser Weinweg

"Der Langenloiser Weinweg"


Die Tour im Überblick



Beschreibung der Tour 

Tourtag:

13.02.2020

Anreise:

Langenlois ist mit dem Bus und mit dem Zug erreichbar.

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 6,5 km / rund 2:00 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

Der Weg ist sicher immer lohnend, aber am besten wandert man hier zwischen April und Oktober, wenn es die Möglichkeit zur Verkostung gibt.


Route: 

Quelle: ape@map desktop (c) Onyx Technologie OG 2015






Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Wieder einmal habe ich beruflich in Langenlois zu tun. In diesem eigenartigen Winter lockt ein richtiger Vorfrühlings-Februartag in die Natur hinaus. Beim Studieren der Karte stoße ich auf den Weinweg. Klingt interessant....Beim Ursin-Haus und beim Loisium sind Informationstafeln aufgestellt, sie sind die Ausgangspunkte des Rundweges. Ich entscheide mich wegen der Parkplatzsituation für das Loisium.
0m




Gleich hinter dem Loisium führt der Wanderweg mitten in die Weinrieden hinein. Dort wird er auch bleiben, bis auf ein letztes Stückchen, das durch den Ort zurück führt. Von einem Weinberg zum nächsten, von einer Rebsorte zur nächsten werde ich geleitet. Natürlich ist jetzt noch alles kahl, die Weinstöcke noch im Winterschlaf, aber man kann sich gut vorstellen, wie im Sommer die Luft vor den Lösswänden schimmert, wie im Herbst sich die Voralpen am Horizont erheben und ein süß-herber Duft in der Luft liegt.
km









Entlang des Weges findet man ganz viel Information zu den einzelnen Rebsorten und zur Arbeit in den Weinbergen. Die wichtigsten Langenloiser Lagen werden durchwandert und in ihren Besonderheiten erklärt. Der Weinbau in Langenlois hat ja eine lange Tradition. Schon im Jahr 1082 wird der Weinzehent an das Kloster Göttweig geschenkt, was bedeutet, dass man damals bereits mit dem Wein Geld verdiente. Auch im Langenloiser Wappen findet sich der Wein. Blicke tun sich auf, Richtung Kamptal und Heiligenstein, später auch Richtung Gföhl und natürlich zu den Voralpen, die ganz zart im Hintergrund zu sehen sind. km











Fast bis zum Schilterner Berg steige ich hinauf. Immer wieder laden Bänke zum Sitzen ein, man blickt durch Fernrohre oder bewundert Kunstobjekte. Der Weg ist liebevoll gestaltet. Wenn man Zeit hat, dann kann man sich in der Saison an den Ausgangspunkten den Schlüssel zu drei Weinsafes entlang des Weges holen und unterwegs genüsslich die Weine verkosten, über die man vorher gelesen hat. Allerdings führt der Weg zurück auch bei dem einen oder anderen Winzer vorbei, durch dessen Rieden man spazierte. Gelegenheit zur Verkostung ist also auf jeden Fall gegeben. Und dann gibt es ja auch noch das Loisium ...
6,5km










Adressen und Informationen: 

 

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:


Sonstiges 

Leichte Runde, die man zu einem Genussweg ausbauen kann. Auch für Kinder interessant. Genaue Infos zum Weinweg findet man unten im Link.


Links: 

Langenlois
Weinweg Langenlois
Loisium

Mittwoch, 29. Januar 2020

Auf dem Lebensweg: Von Albrechtsberg nach Sallingberg

"Auf dem Lebensweg: Von Albrechtsberg nach Sallingberg"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

21.01.2020

Anreise:

Von Montag bis Freitag gibt es eine Busverbindung Krems/Donau nach Albrechtsberg

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 16 km / rund 5:00 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

Ganzjährig; im Sommer verlockt allerdings die Nähe zum Fluss zum Plantschen


Route: 











Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Nachdem uns die erste Etappe ins Kremstal viel Spaß gemacht hat, wollen wir heute eine zweite Etappe am Lebensweg gehen. Wieder sind wir auf dem siebenten Abschnitt unterwegs, diesmal in noch größerer Besetzung. Während sich ein Teil der Truppe noch abmarschbereit macht, erkunden wir die Burg und Kirche. Wie schon letztes Mal erwähnt, ist die Burg im Besitz der Familie Tollmann. Nachdem Burg und Kirche aber eine Einheit bilden, darf man einen Teil der Burganlage betreten. Wirklich eine beeindruckende Anlage !

0m




Ein Güterweg führt uns über das Triftfeld ins Tal der Großen Krems. Hinter uns erhebt sich die Burg auf ihrem Hügel. Gut ist die Anlage der Siedlung am Fuß der Burg erkennbar. Die Felder sind grün, kaum ein Fleckchen Restschnee ist zu sehen. Ein merkwürdiger Winter... Unten am Fluss wird es gleich empfindlich kälter. Wir queren die Krems auf einem dieser Stege, die erst in der Mitte enthüllen, dass man sie nur einzeln betreten darf - da ist es dann wohl schon zu spät😉. Bald sind wir bei der Königsmühle und dem alten, gänzlich verfallenen Sägewerk. Der Gföhler Autor Fritz Weber hat ein Buch über die Mühlen an der Krems verfasst. 119 Objekte hat er identifiziert, viele davon wohl schon verfallen oder ganz abgekommen. 3,5km





Am Triftfeld


Die Königsmühle
Ein trauriger Anblick, der Christbaumfriedhof





Im Gegensatz zum letzten Mal wandern wir nicht direkt am Fluss dahin, das Tal ist schmaler, die Hänge steiler. In stetem Auf und Ab geht es einmal oberhalb des Flusses, dann wieder unten am Ufer entlang, manchmal auch hinauf zu den Ortschaften auf der Hochfläche. Nach Kornberg steigen wir allerdings nicht hinauf. Im Folder zum Kremstalweg steht, dass man die Ruinen des Kornberger Schlosses finden kann, aber wir verzichten. Vor Großreinprechts weitet sich das Flusstal wieder und lässt Platz für Wanderer. Auch eine Biberfamilie hat sich hier angesiedelt und ganze Arbeit geleistet. Viele Bäume haben sie schon gefällt, auch richtig große. Überall kann man ihre Spuren sehen. 1863 wurde in den Donauauen der letzte Biber Niederösterreichs erlegt. Man jagte ihn wegen seines Fells, aber auch wegen des als Aphrodisiakum genutzten Bibergeils und weil er auch in der Fastenzeit gegessen werden durfte. Erst in den 1980er Jahren wurden wieder Biber ausgesiedelt. Heute gibt es in Niederösterreich etwa 4.000 Tiere. 8,5km





Wieder eine verfallene Mühle


Da müssen wir aber nicht drüber, oder?






Biberspuren


Nach der Bründlmühle verlassen wir den Fluss und steigen hinauf nach Grossreinprechts. Wir haben schon unterhalb von Kornberg eine Rast eingelegt, sonst könnten wir hier einkehren. Ein Stück des Weges bleiben wir oben auf der sonnigen Ebene, bevor es wieder zum Fluss hinuntergeht. Noch wärmen die Strahlen der Sonne. Vorbei an verfallenen Mühlen wandern wir nach Grafemühle. Woher der Name stammt, konnte ich nicht wirklich herausfinden. Die Märchenwelt Grafemühle führt ihn auf den französischen Namen Grafé zurück - ob das ein Märchen ist ? Kurz schauen wir beim Teufelsstein vorbei, gleich hinter Grafemühle. Hier hat angeblich der Teufel seinen Fußabdruck hinterlassen. In einigem Abstand vom Fluss geht es jetzt auf einer Forststraße dahin. Wieder einmal wird es spät, die Sonne beginnt zu sinken, es wird immer kälter. Aber ungefähr eine Wegstunde liegt noch vor uns. Nicht nur der Hund schaut enttäuscht. Bei der Holzsäge ändert sich die Wegführung. Damit spart man sich dankenswerter Weise den Straßenmarsch. Über eine Forststraße und einen kleinen Steig gelangen wir schließlich zum Badeteich von Sallingberg, wo unser Auto geparkt ist. Jetzt haben wir uns zumindest einen heißen Tee verdient, vielleicht auch ein Bier. 16,5km



Grossreinprechts







Grafemühle
Teufelsstein




Sallingberg ist in Sicht







Interessantes entlang des Weges

Burg und Kirche in Albrechtsberg, Märchenwelt Grafemühle (etwas abseits und nicht besucht), Biberbauten







Sonstiges

Auf dieser Etappe steht eher die Natur im Mittelpunkt, der Fluss, die alten Mühlen, die Biber. Eine beschauliche Tour, bei der wir überraschend viele Höhenmeter gemacht haben.


Links: 

Der Lebensweg
Gemeinde Albrechtsberg
Biber in Niederösterreich
Burg Albrechtsberg
Der Kremstalweg
Märchenwelt Grafemühle