Freitag, 17. April 2020

Mühlviertler Naturfreunde Wanderweg 170 - Etappe 3: Von Amesreith nach Schloss Weinberg

"Mühlviertler Naturfreunde Wanderweg 170 - Etappe 3: Von Amesreith nach Schloss Weinberg"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

10.04.2020

Anreise:

Amesreith und Schloss Weinberg sind über Öffis verbunden.

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 13 km / rund 4:00 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

wenn die Hütten am Braunberg und Buchberg geöffnet haben

Route: 

Quelle: ape@map desktop (c) Onyx Technologie OG 2015










Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Etappe 3, wir sind zu dritt. Unsere Route führt über Braunberg und Buchberg ins Aisttal. Ein kleines Stück des Weges ist uns schon vom Nordwaldkammweg bekannt.
0m





Die Landschaft ist hier schon ganz anders, die Wiesen größer und sanfter geschwungen, die Wälder weniger dicht. Wir wandern auf schönen Wegen Richtung Westen, durchqueren kleine Ortschaften mit teils noch sehr schönen alten Häusern, die aber bereits vom Verfall bedroht sind. Die Jungen sind entweder weggezogen oder haben daneben neu gebaut. Schade um die alte Substanz, die sich oft so harmonisch ins Landschaftsbild fügt, schade auch um die Wiesen, die den Neubauten weichen müssen. In Stiftungsberg treffen wir den Nordwaldkammweg und folgen ihm hinauf zur Hütte auf dem Braunberg. Oben ist es gähnend leer. Wo sonst an einem schönen Wochenende die Horden spazieren, finden wir nur ein paar wenige Wanderer und Radfahrer, die dem Coronavirus trotzen. Wir rasten auf einem Bankerl und genießen die Aussicht und die warme Sonne. 6,3 km




Ein typisches Dorf

Bauernhof in March




Am Braunberg





Vom Braunberg aus blicken wir auf die perfekte Giebelform des Grensbergs mit dem angeblich kleinsten Gipfelkreuz der Welt. Diesen Gipfel lassen wir allerdings aus (schade, dass ich die Geschichte mit dem Gipfelkreuz erst beim Schreiben gefunden habe 😞...) und schlendern über Wiesen hinunter. Vor uns erhebt sich der Buchberg. Es gibt Hinweise, dass der Buchberg bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. Sicher ist, dass hier bis ins 13. Jahrhundert eine Burg (Buchberg = Burgberg) stand, von der noch Reste unterhalb des Gipfels zu sehen sind. 2011 errichtete die Gemeinde Lasberg dann eine Aussichtswarte, das Hoh-Haus. Es führen mehrere Erlebniswege auf den Berg, oben kann man bouldern, die weniger Sportlichen können einkehren. Dank Corona ist derzeit alles geschlossen, aber für den Sommer könnte man sich den Buchberg als Ausflugsziel ja vormerken... 10,5 km


Der Grensberg





Unspektakulär: der Buchberggipfel
Das Hoh-Haus




Der Abstieg vom Buchberg hinunter ins Tal der Feldaist ist eigentlich nur mehr eine Formsache. Je weiter wir Richtung Tal kommen, um so grüner wird der Wald. Hier ist schon der Frühling ins Land gezogen! Wir dachten, die Etappe wird anstrengender und haben daher Schloss Weinberg als Etappenziel gewählt. Wenn man eine Übernachtung plant, ist das dann aber gar nicht so dumm, denn das Schloss ist ein Hotel und hat außerdem eine eigene Schlossbrauerei zu bieten. Vielleicht gar keine schlechte Idee, einen Wandertag so ausklingen zu lassen, oder ?
13,0 km
















Adressen und Informationen: 

 

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:


Sonstiges 

Jetzt haben wir in etwa den halben Weg hinter uns. Von hier aus geht es entlang der Feldaist dahin. Der Weg soll landschaftlich sehr reizvoll sein. Ich bin neugierig !

Links: 

Braunberghütte
Buchberg und Hoh-Haus
Schloss Weinberg

Donnerstag, 16. April 2020

Mühlviertler Naturfreunde Wanderweg 170 - Etappe 2: Von Liebenstein nach Amesreith

"Mühlviertler Naturfreunde Wanderweg 170 - Etappe 2: Von Liebenstein nach Amesreith"


Die Tour im Überblick

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Beschreibung der Tour 

Tourtag:

06.04.2020

Anreise:

Amesreith ist über Freistadt aus Linz erreichbar, Liebenstein auch, aber zwischen den beiden Orten konnte ich keine Verbindung finden

Streckenlänge / reine Gehzeit ohne Pausen: 

rund 13 km / rund 3:30 Stunden

Beste Zeit für die Tour: 

ganzjährig


Route: 










Beschreibung Streckenstück 
Entfernung

Heute wollen wir uns an die zweite Etappe wagen. Unser Ausgangspunkt ist Liebenstein, wie weit wir kommen, wollen wir ein bisschen offen lassen. Wir haben wieder ein Taxi, sind also flexibel. Es geht jedenfalls quer über die Mühlviertler Alm mit ihren Hügeln und Flusstälern und den wunderschönen Steinbloßhäusern. Also los!
0m





Wir starten vom Parkplatz in Liebenstein unterhalb der Jankusmauer. Wer Zeit hat, sollte sich unbedingt an den Aufstieg machen, die Aussicht von oben ist herrlich. Wir wandern allerdings gleich los, ein kleines Stück auf dem Güterweg Monegg, bis wir bei einem Wegkreuz den markierten Weg treffen. Auf Sandstraßen und Waldwegen spazieren wir in der Sonne dahin. Bald führt unser Weg durch den Wald steil hinunter zur Wahlmühle an der Weißen Aist. Mit den Aist-Flüssen ist es so eine Sache. Es gibt ganz viele davon. Die Weiße und die Schwarze Aist entspringen beide im Grenzgebiet Liebenau - Karlstift, sie holen sich ihr Wasser aus den Hochmooren. Die Schwarze Aist nimmt auf ihrem Weg noch die Harbe Aist auf, die sich aus den Mooren bei Sandl speist. Weiße und Schwarze Aist treffen sich bei Weitersfelden und werden zur Waldaist. Die Feldaist wiederum hat ihre Quelle weiter westlich bei Oberrauchenödt. Sie plätschert über Freistadt nach Süden. In Schwertberg dann treffen sich Waldaist und Feldaist und werden zur.....Aist! Die schafft es noch 14 Kilometer weit, bis sie dann in die Donau mündet. Das Mühlviertel könnte also durchaus auch Aistviertel heißen, oder ? Unser 170er folgt jedenfalls immer wieder einer der Aisten. Aus dem Flusstal steigt unser Weg wieder an und bringt uns nach Wienau, einem winzigen Dorf, das für seine Kapelle bekannt ist, die in Mitteleuropa angeblich einzigartig sein soll. Der Hoisn-Hof und seine Kapelle sind gar nicht alt, sind wurden erst um 1880/90 erbaut. Die Kapelle ist zur Gänze aus Stein errichtet, sogar das Dach, und mit ganz eigenartigen Steinfiguren verziert. Das Haus gehört heute der bekannten Journalistin Barbara Rett. 4,6 km





Bei der Wahlmühle
Die Weiße Aist

Fast wie auf der Alm



Der Hoisnhof in Wienau und seine Kapelle

Die Frühjahrssonne wärmt unsere Gesichter. Der Frühling hat hier heroben aber noch nicht Einzug gehalten, nur hin und wieder sieht man ein Blümchen. Es geht flott dahin, es macht sich bezahlt, dem Weg von Norden nach Süden zu folgen. Kleine Siedlungen liegen verstreut in der hügeligen Landschaft, sie alle gibt es schon seit vielen hundert Jahren. In Windgföll wurde sogar ein Beil aus der Steinzeit gefunden, also war die Gegend hier wohl schon lange besiedelt. Spinnstock gehört schon zu Harrachstal. Hier standen Arbeiterhäuser einer Spinnerei. Harrachstal, wo sich Harbe Aist und Schwarze Aist vereinen, hatte früher aber noch mehr zu bieten: ein richtiges Schloss, eine Schule, eine Mühle, eine Brauerei, eine Bäckerei und eine Papierfabrik. Außerdem wurde durch Harrachstal Holz zur Donau geschwemmt. Heute ist davon eigentlich gar nichts mehr zu erkennen. Dafür hat die Ortschaft jetzt ein Weihnachtsmuseum zu bieten. Eine Besichtigung rund um Weihnachten ist sehr zu empfehlen, die Besitzerin weiß, wie man gestresste Städter entschleunigt. 10,0 km











Harrachstal liegt an einer alten Straßenverbindung, die den Flussverläufen folgt. Die Hügelkette oberhalb des Tals ist beinahe wieder 1.000 m hoch. Hier geht es steil hinauf. Gottseidank bleibt uns der Anstieg erspart. Wir wandern neben der Straße auf einem Forstweg weiter. Ein Stück begleitet uns noch die Harbe Aist, übrigens einer der wenigen Flüsse, in denen es noch Flussperlmuscheln gibt. Sanft ansteigend geht es hinauf auf das nächste Plateau. In Amesreith verlassen wir die Mühlviertler Alm und freuen uns auf Etappe 3.
13,0 km
















Adressen und Informationen: 

 

Telefon:
E-Mail:
Internet:
Öffnungszeiten:


Sonstiges 

Schöne, wenig anstrengende Etappe mit nur wenig Asphalt. Unterwegs gibt es keine Einkehrmöglichkeit, soweit dies in Coronazeiten recherchierbar war.
Von Amesreith wandern wir das nächste Mal über Braunberg und Buchberg nach Kefermarkt und somit ins Feldaisttal.

Links: 

Gemeinde Liebenau
Hoisnhaus und Kapelle Wienau
Windgföller Steinbeil
Harrachstal